Freitag, 4. Dezember 2009

Karl-Heinz Rummenigge sagt Danke, Danke, Danke, Danke

In ferner Zukunft werden die Leute sagen: Karl-Heinz Rummenigge war ein großer Dichter der deutschen Lyric des 21. Jahrhunderts. Wie poetisch sich der Bayern-AG-Chef von scheidenden Präsidenten Franz Beckenbauer verabschiedet, ist schon die ganz hohe Dichterkunst:


Lieber Franz, ich danke Dir.
Ich danke Dir, ich danke Dir sehr.
Ich danke Dir, das fällt uns nicht schwer.
Ich danke Dir, danke Dir ganz toll.
Weiß gar nicht, was ich alles sagen soll.

Ich danke Dir, Du bist ein Schatz.
Dies sage ich Dir in diesem Satz.
Ich danke Dir, das fällt nicht schwer.
Danke, danke, danke sehr.
Und ein spezielles Dankesehr
an 1860 für die Watschn an Dir.

Bei 71 Worten benutzt Rummenigge 16 Mal das Wort "Danke". In der Suchmaschinen-Optimierung nennt man das "Keyword-Spamming"….





Im Vergleich dazu kommt Berti Vogts belächeltes Weihnachtsgedicht auf einer Pressekonferenz 1998 ja schon fast künstlerisch daher:

Ein bisschen mehr Friede und weniger Streit,
ein bisschen mehr Güte und weniger Neid,
ein bisschen mehr Lieb und weniger Hass
ein bisschen mehr Wahrheit, das wäre doch was . . .

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