Mittwoch, 27. Januar 2010

Bankrott in England

Das Land, in dem Milch und Honig für Fussballer fließt, ist England. Während in Italien, Spanien oder Deutschland sich nur wenige Top-Clubs Superstars leisten können, spielt in England dank der Pay-TV- und Investoren-Gelder die Höhe der Gehälter keine Rolle. So können mittelklassige Premier League Clubs wie Sunderland oder West Ham finanziell locker mit Spitzenteams wie Roma, Schalke oder Sevilla mithalten.

Allerdings erlebt der englische Fussball derzeit eine Finanzkrise, die vor allem Traditionsclubs erwischt, die mit Investorengeldern versuchen, nach oben zu kommen. Luton Town ist bereits vor 2 Jahren bankrott gegangen. Leeds musste wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten Punktabzüge hinnehmen, so dass der Ex-Meister bis in die vierte Liga abgerutscht ist. Mit finanziellen Schieflagen in dieser Saison hatten der FC Portsmouth, FC Southampton sowie West Ham United nach Investorenausstiegen zu kämpfen, zudem gibt es immer wieder Gerüchte um eine drohende Insolvenz beim FC Liverpool, die nur durch Verkäufe von Fernando Torres oder Steven Gerrard abzuwenden sei.

Mit Crystal Palace hat nun ein weiterer ehemaliger Premier-League Club die Zahlungsunfähigkeit beantragt. Dem Verein werden 10 Punkte abgezogen, womit er in der Zweiten Liga in die Abstiegszone rutscht.

Die Gehälter in England sind zu hoch, Erfolg muss mit sehr viel Geld gekauft werden (s. Manchester City). Ambitionierte Vereine, deren Geldgeber abspringen, kommen so schnell in finanzielle Schwierigkeiten.

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